Banach, Stefan

Interaktive Mathebücher zum Üben & Testen

Die interaktiven Mathebücher von bettermaks gibt es für die Klassenstufen 4 bis 10. bettermarks bietet über 100.000 Aufgaben mit ausführlichen Erklärungen und Lösungswegen.

Kostenlos registrieren Einloggen

Name: Stefan Banach

Geboren: 1892 in Krakau (Polen)

Gestorben: 1945 in Lemberg (Ukraine)

Lehr-/Forschungsgebiete: Funktionalanalysis, Mengenlehre, Maßtheorie, Theorie der Reihen und Folgen

Stefan Banach war ein polnischer Mathematiker, der von 1892 bis 1945 lebte. Er war einer der Begründer der modernen Funktionalanalysis und der Lemberger Mathematikschule. Zu seinen bekanntesten Ergebnissen zählen die Einführung der Banachräume, der Satz von Hahn-Banach, der Satz von Banach-Steinhaus und das Banach-Tarski-Paradoxon.

Leben

Stefan Banach wurde 1892 in Krakau geboren, das damals zu Österreich-Ungarn gehörte. Er wuchs bei seiner Großmutter und bei Pflegeeltern auf. In der Schule zeigte er außerordentliche Begabungen. Er lernte mehrere Fremdsprachen und beschäftigte sich im Selbststudium mit Mathematik. Nach dem Gymnasium immatrikulierte er sich am Polytechnikum in Lemberg. Weil er sich seinen Lebensunterhalt selbst verdienen musste, konnte er sich nicht auf das Studium konzentrieren. 1920 aber promovierte er mit einer Arbeit Über Operationen in abstrakten Mengen und ihre Anwendung auf Integralgleichungen, die fundamental für die Funktionalanalysis wurde. Er habilitierte sich und wurde Mathematikprofessor in Lemberg. Im Laufe der Jahre erhielt er zahlreiche wissenschaftliche Auszeichnungen und bekleidete wissenschaftliche Ehrenämter, etwa als Präsident der polnischen mathematischen Gesellschaft. Seine wissenschaftliche Laufbahn wurde durch den zweiten Weltkrieg durcheinander gebracht, als erst die Sowjets, dann die Deutschen und schließlich wieder die Sowjets Lemberg besetzten. 1945 verstarb Banach in Lemberg an Lungenkrebs.

Beiträge zur Mathematik

Banach veröffentlichte über sechzig wissenschaftliche Arbeiten. Eine der bekanntesten ist das Buch über die Theorie linearer Operationen aus dem Jahr 1932. Seine Arbeiten waren wegweisend für die Funktionalanalysis und gemeinsam mit seinem Freund und Kollegen Hugo Steinhaus begründete er die mathematische Schule von Lemberg. Nach ihm benannt werden die Banachräume, der Satz von Hahn-Banach, der Fixpunktsatz von Banach, der Satz von Banach-Steinhaus und das Banach-Tarski-Paradoxon.