Kronecker, Leopold

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Name: Leopold Kronecker

Geboren: 1823 in Liegnitz (Schlesien)

Gestorben: 1891 in Berlin

Lehr-/Forschungsgebiete: Algebraische Zahlentheorie, Gruppentheorie, Galoistheorie, Funktionentheorie

Leopold Kronecker war ein deutscher Mathematiker des 19. Jahrhunderts. Er arbeitete auf verschiedenen mathematischen Gebieten, insbesondere der algebraischen Zahlentheorie. Nach ihm sind einige mathematische Sätze und Symbole benannt, zum Beispiel  der Satz von Kronecker-Weber, das Kronecker-Delta, das c, das Kroneckersche Lemma und das Kronecker-Produkt. Er war Anhänger der mathematikphilosophischen Strömung des Finitismus.

Leben

Leopold Kronecker wurde 1823 im schlesischen Liegnitz (damals Teil Preußens, heute Westpolen) geboren. Er entstammte einer wohlhabenden und gebildeten jüdischen Kaufmannsfamilie. Zu seinen Gymnasiallehrern in Liegnitz zählte der Mathematiker Ernst Eduard Kummer. Ab 1841 studierte er an der Berliner Universität Philosophie, Philologie, Mathematik, Astronomie und Naturwissenschaften. Nach Aufenthalten in Bonn und Breslau kehrte er nach Berlin zurück und wurde 1845 mit einer Arbeit über algebraische Zahlentheorie promoviert. Nach der Promotion arbeitete er mehrere Jahre im Unternehmen seines Onkels, wurde finanziell unabhängig und kehrte erst 1855 als Privatgelehrter nach Berlin zurück. Seine mathematischen Beiträge führten 1861 zu seiner Aufnahme in die Berliner Akademie der Wissenschaften. 1883 übernahm er den Lehrstuhl seines ehemaligen Lehrers Kummer an der Berliner Universität. Kronecker starb 1891 in Berlin an den Folgen einer Bronchitis.

Beiträge zur Mathematik

Kronecker arbeite auf den Gebieten der Zahlentheorie, Algebra sowie der Analysis und Funktionentheorie. Nach ihm benannt sind unter anderem der Satz von Kronecker-Weber, das Kronecker-Delta, das Kronecker-Symbol, das Kroneckersche Lemma und das Kronecker-Produkt.

Anhänger des Finitismus

Bekannt ist Kroneckers Ausspruch „die ganzen Zahlen hat der liebe Gott gemacht, alles andere ist Menschenwerk“. Dieser zeichnet ihn als Anhänger der mathematikphilosophischen Strömung des Finitismus aus, dass heißt Kronecker versuchte die Mathematik nur auf Grundlage der ganzen Zahlen zu definieren und ließ nur gelten, was konstruierbar ist. Der Existenz transzendenter Zahlen soll er daher ebenso ablehnend gegenüber gestanden haben wie der Mengenlehre seines Schülers Georg Cantor oder der überall stetigen aber nirgends differenzierbaren Funktion seines Kollegen Karl Weierstraß.

 

Bildquelle: Wikipedia